Schierke kann auf eine bewegte Wintersporthistorie zurückblicken. Von der Eröffnung der Brockenbahn im Jahr 1899 bis zum zweiten Weltkrieg konnte der Kurort im Hochharz seinen Ruf als "St. Moritz des Nordens" aufbauen. Noch heute erinnern in Schierke einige Belle Epoque-Hotelgebäude an diese Zeit. Mit der Einrichtung des Sperrgebietes an der Staatsgrenze der DDR ab 1952 war Schierke nicht mehr frei zugänglich. Die Folge war der touristische Niedergang des Ortes, den man Schierke bis heute ansieht. Die Wintersportanlagen und die großen Hotels verkamen, verfielen oder wurden abgerissen.

In der Blütezeit Schierkes als Wintersportort wurde eine gute wintersportliche Infrastruktur errichtet, die für große Wettbewerbe in den entsprechenden Sportarten genutzt wurde. Zentrum war das Eckerloch als Haltestelle der Brockenbahn, Standort von Skihütten und der Eckerlochschanze, Startpunkt der Bobbahn und Ziel der Skirennstrecke vom Brocken. Neben Rodelbahnen gab es rund um Schierke Skiwiesen und Skiabfahrten, z.B. die Slalomabfahrt am Großen Winterberg, die Skiabfahrt neben der Brockenstraße und die Skiwiesen an den Feuersteinklippen. Seinen Gästen bot Schierke damals Skikurse, Skirennen, Skiwanderungen, Bob- und Rennschlittenfahrten, Rodelwettbewerbe und vieles mehr an.

All das ist heute Geschichte. Um an diese bewegte Zeit als vielleicht glücklichste Epoche Schierkes zu erinnern, steht hier eine Schierker Wintersportbroschüre von 1938 zum Download zur Verfügung. Sie gibt einen Eindruck von den Möglichkeiten, die sich dem Wintergast damals in Schierke boten.

PDF Wintersportbroschüre Schierke 1938
ca. 4,6 MB